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Hegel-Preis und -Preisträger

Der Hegel-Preis wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Entwicklung der Geisteswissenschaften verdient gemacht haben. Er ist mit 12 000 Euro dotiert und wurde erstmals 1970 anlässlich Georg Wilhelm Friedrich Hegels 200. Geburtstag vergeben.

Unser Medientipp soll Ihnen die Möglichkeit geben, tagesaktuell nach unserem Bestand an Werken von und über die Preisträger recherchieren zu können.

Informationen der Stadt Stuttgart zum Hegelpreis

Hegel-Preisträger

Die Stadtbibliothek Stuttgart gratuliert herzlich dem Hegel-Preis-Träger

2018

Michael Stolleis

Die Landeshauptstadt Stuttgart verleiht den Hegel-Preis 2018 an Prof. Dr. Michael Stolleis. Oberbürgermeister Fritz Kuhn wird den Preis am 11. Juni 2018 im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses verleihen.

2015

Michael Theunissen

Herr Prof. Dr. Michael Theunissen, der bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1998 den Lehrstuhl für Theoretische Philosophie an der Freien Universität Berlin innehatte, darf als einer der radikalsten und scharfsinnigsten Philosophen im Deutschland der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gelten.

Die Laudatio wird Prof. Dr. Axel Honneth halten.

2012

Gertrude Lübbe-Wolff
Mit dem Preis wird die wissenschaftliche Arbeit der Juristin, die sich in ihren Studien intensiv mit der Hegelschen Rechtsphilosophie befasst, gewürdigt.

Die Laudatio hält der ehemalige Verfassungsrichter Prof. Dr. Dieter Grimm.

2009

Michael Tomasello

Der Psychologe, Anthropologe und Verhaltensforscher Michael Tomasello wurde durch seine Forschungsarbeit zur Lernfähigkeit von Menschen im Vergleich zur Lernbegabung hochentwickelter Tiere einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Seine Arbeit lieferte bedeutende neue Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte von Sprache und Kultur.

Die Laudatio bei der Preisverleihung im Dezember 2009 wird der Hegel-Preisträger des Jahres 1973, Jürgen Habermas halten.
 

2006

Richard Sennett

Der US-Amerikaner Richard Sennett gilt als "einer der berühmtesten Theoretiker, Stadtforscher und Soziologen der Welt" (3sat). Bekannt wurde er insbesondere durch seine Untersuchungen zu den Auswirkungen des globalisierten Kapitalismus auf Individuum und Gesellschaft.

Rede von Richard Sennett
zur Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart

Ulrich Beck: "Tragische Individualisierung"
[Laudatio auf Richard Sennett zur Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart, März 2007]

2003

Dieter Henrich

Der "Erneuerer der 'klassischen‘ deutschen Philosophie Kants, Fichtes, Schellings, Hölderlins und Hegels" (NZZ) widmete seine Arbeit neben der Erforschung des deutschen Idealismus der Entwicklung einer Theorie der Subjektivität und der Analyse von Wesen und Funktion des Ästhetischen.

Volker Gerhardt: Das Subjekt ist die Substanz
[Laudatio auf Dieter Henrich Zur Verleihung des Hegel-Preises der Stadt Stuttgart am 26. November 2003]

2000

Noberto Bobbio
Der italienische Rechtsphilosoph Bobbio galt als einer der letzten über Parteigrenzen hinaus beachteten europäischen linken Intellektuellen. Recht und Unrecht, Krieg und Frieden, Demokratie oder Diktatur - das waren über viele Jahrzehnte die Generalthemen dieses unermüdlichen Philosophen.

1997

Charles Taylor

Der kanadische Philosoph Charles Taylor gehört zu den einflussreichsten Denkern der englischsprachigen Welt und zu den entschiedensten Verfechtern einer gemeinschaftsfundierten Gesellschaftstheorie, in der nicht das isolierte Individuum, sondern das «situierte Selbst» im Vordergrund steht.

1994

Jaques Le Goff

Der Wissenschaftshistoriker und Publizist Jacques Le Goff gilt als der hervorragendste Vertreter der französischen Historikerschule „Nouvelle Histoire" und wird zu den international profiliertesten Historikern der Geschichte des Mittelalters gerechnet.

1991

Donald Davidson

Donald Davidson ist einer der produktivsten Autoren der Gegenwartsphilosophie. Seine Arbeiten zu Problemen der Sprachphilosophie, der Handlungstheorie und der Philosophie des Geistes haben der Diskussion auf allen diesen Gebieten wichtige Impulse verliehen.

1988

Niklas Luhmann

Der Soziologe Niklas Luhmann gilt als der deutsche Vertreter und Begründer der Systemtheorie, der auch nach seinem Tod weit über seinen Fachbereich hinaus die wissenschaftliche Diskussion angeregt und neben seinen Fachkollegen vor allem die Philosophen herausgefordert hat.

1985

Paul Ricoeur

Paul Ricoeur ist einer der angesehensten Philosophen unserer Zeit und zählt zu den wenigen bedeutenden Denkern, die außerhalb Deutschlands dezidiert hermeneutische Positionen zur Begründung und zur Methodik der Humanwissenschaften entwickelt haben.

1982

Roman Jacobson (auch: Roman Jakobson)

Der russisch-amerikanische Sprach- und Literaturwissenschaftler Roman Jakobson war eine führende Gestalt des Moskauer Linguistenkreises und einer der Hauptgründer der Prager Schule für strukturelle Linguistik und Phonologie. Ab 1949 war er Professor in Harvard.

1979

Hans-Georg Gadamer

Der „Philosophenkönig“, wie die FAZ Hans-Georg Gadamer einmal nannte, und Begründer einer neuen Hermeneutik zählt zu den prominentesten deutschen Philosophen der Gegenwart.

1976

Ernst Gombrich

Gombrich galt bis zu seinem Tode "als der weltweit angesehenste Kunsthistoriker", der "mit seinen limpide geschriebenen Büchern einen breiten Leserkreis weit über die Grenzen seiner eigenen Disziplin hinaus erreichte" (Willibald Sauerländer).

1973

Jürgen Habermas

Der Sozialphilosoph und Gesellschaftstheoretiker förderte insbesondere in den 70er Jahren innovative Diskussionen in den Sozialwissenschaften und gilt als der am meisten beachtete und prägendste deutsche Philosoph der Gegenwart.

1970

Bruno Snell

Als Altphilologe von Weltgeltung hat sich Snell in seinen wissenschaftlichen Arbeiten vor allem mit griechischer Literatur und griechischem Denken auseinandergesetzt und grundlegende neue Beiträge auf diesem Gebiet veröffentlicht.


letzte Änderung 23.05.2018