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Philosophie heute

Wer die Vorträge der Reihe Philosophie heute nicht besuchen konnte, sie aber trotzdem anhören möchte, findet hier eine Auswahl der Vorträge als Audio-Dateien.

Vincent Klink: Das gute Leben. Die Philosophie der Lebenskunst
Thomas Metzinger: Von der Neuroethik zur Bewusstseinsethik
Der Grenzgang beginnt im Kopf – Podiumsgespräch mit Reinhold Messner
Cai Werntgen: Gesten des Denkens - Heidegger after Duchamp
Robert Menasse: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung
Sich bilden - Jubiläumsfeier des blauen reiter - Jochen Hörisch und Siegfrid Reusch
Michael Pauen: Konsequenzen der Hirnforschung für unser Selbstverständnis
Sterbehilfe im säkularen Staat - Siegfried Reusch im Gespräch mit Norbert Hoerster
Tödliche Konflikte. Moralisches Handeln zwischen Leben und Tod - von Thomas Zoglauer
Was bedeutet ,Politik als Beruf‘ heute? Gedanken im Anschluss an Max Weber - von Wolfgang Schluchter
Wo lernt man leben? - Über Lebensführungskompetenz - von Günther Bien
Worüber kluge Menschen lachen - Eine kleine Philosophie des Humors - von Manfred Geier
„Zimmerreisen“ - von Bernd Stiegler
Martin Hartmann: Die Praxis des Vertrauens
Michael Hampe: Was ist eigentlich Natur?
Thomas Fuchs: Das Gehirn als Erbe der Seele?
Stefan Günzel: Was ist real am virtuellen Raum?
Stefan Münker: Mehr Schein als Sein? - Zur Philosophie virtueller Realitäten
Lisa Herzog: Die Freiheit gehört nicht nur den Reichen

 

 


Vincent Klink „Das gute Leben. Die Philosophie der Lebenskunst“

Philosophie im Palais - Philosophie im Dialog, 02.12.09

Gespräch mit Vincent Klink [Länge: 78'54, 55,4 MB, 96  kbps]
 

Klink / Reusch

Am Montag, 29. März, unterhielt sich Siegfried Reusch, der Chefredakteur des Journals für Philosophie „der blaue reiter“, mit dem bekannten Fernsehkoch Vincent Klink über „Das gute Leben. Die Philosophie der Lebenskunst“ in der Stadtbücherei im Wilhelmspalais.

Im Interview mit der Zeitschrift „der blaue reiter – Journal für Philosophie“ formuliert der Sternekoch Vincent Klink – im besten aristotelischen Sinne dem Machbaren im Leben zugewandt – die Maxime seiner Kritik der kulinarischen Vernunft folgendermaßen: „Koche und esse nicht über deine Verhältnisse.“ „Wenn man sich das jeden Tag zweimal sagt, dann würde man sich auch darum kümmern, was die eigenen Verhältnisse sind. Dann wäre das Leben gut. Aber wir leben in einer Gesellschaft, in der dem Arzt eingeredet wird, er müsste längst Professor sein, dem Müllwerker, er müsste ein Gewerkschaftsvorsitzender sein, und in der zum Koch gesagt wird, du müsstest längst im Fernsehen sein. Ich kenne einen Schuhmacher, der mit Freude und großem Verstand begeisterter Schuhmacher ist – ein glücklicher Mensch.“

Vincent Klink, geboren 1949, eröffnete 1974 nach seiner Lehrzeit als Koch zusammen mit seiner Frau Elisabeth seine erste Gaststätte, den „Postillon“ in Schwäbisch Gmünd. 1978 erhielt er einen Michelin-Stern. Seit 1991 betreibt er in Stuttgart-Degerloch das Restaurant „Wielandshöhe“. Er ist Autor zahlreicher Kochbücher, regelmäßiger Gast in Fernseh- und Rundfunksendungen und gibt als begeisterter Basstrompeter zusammen mit dem Jazzpianisten Patrick Bebelaar Konzerte. Darüber hinaus ist er Herausgeber und Autor der Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd. Das Lebensmittel für Hirn und Wanst“, das in der Edition Vincent Klink vierteljährlich erscheint.

Zuletzt erschienen von Vincent Klink:
Sitting Küchenbull. Gepfefferte Erinnerungen eines Kochs. Rowohlt Verlag, 2009; Vincent Klink – Meine Küche. Verlag Gräfe und Unzer, 2008; Echte Küchenkerle 2. BIO schmeckt besser! (Zusammen mit Otto Koch) Verlag edel motion, 2008; Wir schnallen den Gürtel weiter. Eine Essenz aus „Häuptling Eigener Herd“. (Zusammen mit Wiglaf Droste, illustriert von Friedrich Karl Waechter), Reclam Verlag, 2008.

Der Moderator Siegfried Reusch:
Dr. phil. Dipl.-Chem. Siegfried Reusch studierte Chemie und Philosophie in Ulm und Stuttgart; seit 1995 ist er Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „der blaue reiter – Journal für Philosophie". 2004 erschien das von ihm herausgegebene Buch „Das Rätsel Zeit“, das sich als ein grundlegender Titel zum Thema Zeit erwiesen hat.

In der Ausgabe des Journals für Philosophie „der blaue reiter“ Nr. 28 mit dem Titel „Das gute Leben“ ist das Interview zum Thema „Koche und esse nicht über deine Verhältnisse. Eine Kritik der kulinarischen Vernunft“ mit Vincent Klink nachzulesen.

Weitere Informationen:
http://www.derblauereiter.de





 

   


Thomas Metzinger: Von der Neuroethik zur Bewusstseinsethik

Philosophie im Palais - Der philosophische Garten, 02.12.09

Vortrag: Thomas Metzinger [Länge: 71'00, 50 MB, 96  kbps]
 
Der Erkenntnisfortschritt in der Hirnforschung leistet einen großen Beitrag zu einem alten philosophischen Ideal – dem Projekt der Selbsterkenntnis. Er wirft aber auch neue ethische Probleme auf und führt zu Veränderungen im Bild des Menschen. Wie werden wir all diese neuen Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten in unser Leben, in unsere Gesellschaft und unsere Kultur integrieren? Thomas Metzinger wird in seinem Vortrag dafür argumentieren, dass wir der Herausforderung nur dann gerecht werden können, wenn wir uns nicht nur fragen, was ethisch richtige Handlungsweisen sind, sondern auch, was überhaupt ein guter Bewusstseinszustand ist.


Thomas Metzinger leitet an der Universität Mainz die Arbeitsbereiche Theoretische Philosophie, Neurophilosophie und Neuroethik. Von 2008 bis Sommer 2009 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Herbst 2009 ist er Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness. Laut Focus (2006) gehört Metzinger zu den wenigen deutschen Philosophen, die den Stand der empirischen Hirnforschung aufgearbeitet haben. Im September 2009 erschien sein erstes auch für Laien konzipiertes und allgemeinverständlich geschriebenes Buch: Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik, Berlin Verlag.



 

Der Grenzgang beginnt im Kopf – Podiumsgespräch mit Reinhold Messner

Philosophie im Palais - Philosophie im Dialog, 02.04.09

Podiumsgespräch [Länge: 78'54, 45.1 MB, 80 kbps]
Begrüßung: Veronika Geng
 

„Die Kunst des Grenzgangs besteht darin, nicht umzukommen. Das Hinaufkommen ist völlig unwichtig. Das Zurückkommen ist wichtig.“ Für Reinhold Messner beginnt der Grenzgang im Denken, im Kopf. Aber er findet nicht im Kopf statt, sondern nur vor Ort, in der Todesgefahr. Diese erlebten Grenzsituationen erlauben ihm Identitätserfahrungen, die ihm die Philosophie alleine nicht bieten kann. Oder vielleicht sogar: die gerade deshalb erst möglich sind, weil in der Grenzsituation „kein Bedürfnis mehr nach Philosophie“ da ist.

Für Messner wird in unmittelbarer Todesgefahr das ganze Leben relativiert. Er sieht es, „wie es wirklich ist“, kann sich lösen von aller Anpassung und Fremdbestimmung, um nur noch das zu tun, was er für sich als wichtig empfindet.
Siegfried Reusch unterhält sich mit Reinhold Messner über die Suche nach Wahrheit und Sinn in der Grenzerfahrung und fragt nach, welche Rolle die Möglichkeit des Scheiterns bei seinen Expeditionen spielt.

Reinhold Messner studierte Vermessungskunde an der Universität Padua und vertrat von 1999 bis 2004 die italienischen Grünen im Europäischen Parlament. Vor allem aber ist er Extrembergsteiger, Abenteurer, Buch- und Filmautor. Er war der erste Mensch, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand. Aber er ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch einer der umstrittensten Bergsteiger. Bemerkenswert ist, dass sein Leben in Extremen mit tiefen philosophischen Reflexionen verbunden ist.

Dr. phil. Dipl.-Chem. Siegfried Reusch studierte Chemie und Philosophie in Ulm und Stuttgart; seit 1995 ist er Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „der blaue reiter – Journal für Philosophie“.

Weitere Informationen: http://www.derblauereiter.de

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Cai Werntgen: Gesten des Denkens - Heidegger after Duchamp

Philosophie im Palais – Der philosophische Garten, 26.02.2009

Vortrag: Cai Werntgen. [Länge: 71'40, 49.1 MB, 96 kbps]
 

Im Juli 1923 schreibt Martin Heidegger in einem Brief an Karl Jaspers von seiner Freude, „durch Vormachen Wandel schaffen zu können“, was „freilich nicht halb so bequem sei wie ein Buch zu schreiben“. Ausgehend von dieser Heideggerschen Unterscheidung zwischen „Vormachen“ und „Buchschreiben“ soll die Frage nach der Bedeutung des Gestischen für das Denken untersucht werden. Dr. phil. Cai Wentgen geht in seinem Vortrag der Frage nach, inwiefern sich die „Geste“ neben „Schrift“ und „Stimme“ als dritte Dimension des Denkens verstehen ließe.

Der Philosoph und Publizist Matthias Christian Müller, Leiter des Philosophischen Gartens, führt in das Thema ein. Begrüßung von Veronika Geng, Stadtbücherei Stuttgart.

Dr. phil. Cai Werntgen, geb. 1967 in Eutin, studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Religionsphilosophie und Medientheorie in Freiburg, Tübingen und Karlsruhe. Er ist Geschäftsführer und Vorstand der Udo Keller Stiftung FORUM HUMANUM, Hamburg, sowie seit 2004 Lehrbeauftragter für Philosophie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Neben philosophischen und literaturwissenschaftlichen Artikeln veröffentlichte er 2006 den Band „Kehren: Martin Heidegger und Gotthard Günther“ über europäisches Denken zwischen Orient und Okzident.

Matthias C. Müller ist Dozent für Philosophie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. 2005 gründete er in Stuttgart den „Philosophischen Garten“ als eine offene Bildungseinrichtung, die sich mit Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Lebenskunst beschäftigt.

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Robert Menasse: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung

Ein Podiumsgespräch mit dem Schriftsteller Robert Menasse und dem Chefredakteur des Journals für Philosophie „der blaue reiter“ Siegfried Reusch
Philosophie im Palais – Philosophie im Dialog, 10.12.2008

Vortrag: Robert Menasse [Länge: 71'35, 40,9 MB, 80 kbps]
 

 

Im Jahre 2006 erschienen die Frankfurter Poetikvorlesungen des Germanisten, Philosophen und Politikwissenschaftlers Robert Menasse. Darin rüttelte er „unter donnerndem Applaus“ an den Grundfesten des Selbstverständnisses der „freien“ Gesellschaft und wetterte „wortgewaltig gegen den Kapitalismus“ (Süddeutsche Zeitung). Im Herbst der Banken-Pleiten erhält sein „Aufruf zum Umsturz“ unerwartet eine neue Brisanz. In Kooperation mit dem omega verlag Siegfried Reusch e. K. aus Stuttgart.

Weitere Informationen: http://www.derblauereiter.de

 

 

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Sich bilden - Beiträge zum Jubiläum von Jochen Hörisch und
Siegfried Reusch

Jubiläumsfeier zur 25. Ausgabe der Zeitschrift „der blaue reiter - Journal für Philosophie“.
Philosophie im Palais, 18.07.2008

Laudatio: Prof. Dr. Jochen Hörisch [Länge: 18'42, 10,6 MB, 80 kbps]
 
Festvortrag: Dr. Siegfried Reusch [Länge: 44'40, 25,5 MB, 80 kbps]
"Bin ich ein gebildeter Mensch? Bekenntnisse eines Hochstaplers"
Der Vortrag basiert auf dem gleichnamigen Text in der Jubiläumsausgabe des blauen reiter.
 

 

Laudatio von Prof. Dr. Jochen Hörisch, der zu den „derzeit interessantesten Literatur- und Medienwissenschaftlern der Bundesrepublik“ (Radio Bremen) gehört. Für den blauen reiter fungierte und fungiert er als Interviewpartner, Autor zahlreicher Artikel und Berater der Redaktion. Festvortrag von Dr. phil. Dipl.-Chem. Siegfried Reusch zum Thema „Bin ich ein gebildeter Mensch? Bekenntnisse eines Hochstaplers“: Überall wird mehr Bildung gefordert, Bildungsinitiativen werden gestartet, der Pisa-Test ist in aller Munde. Doch die Frage danach, was denn da gefördert und getestet werden soll, bleibt meist außen vor. Siegfried Reusch hob 1995 zusammen mit den Fachschaften Philosophie der Universitäten von Stuttgart und Ulm die Zeitschrift „Journal für Philosophie - der blaue reiter“ aus der Taufe. Seither ist er Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur des „blauen reiters“. Im Juli erscheint die Ausgabe „Wozu Philosophie?“.

 

Weitere Informationen: http://www.derblauereiter.de 

 

 
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Keine Kränkung – keine Krise. Konsequenzen der Hirnforschung für unser Selbstverständnis

Philosophie im Palais – Der philosophische Garten, 19.03.2008

Vortrag von Prof. Michael Pauen [Länge: 90'35, 51,7 MB, 80 kbps]
 

 

Im Zuge der Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften erlebte die Debatte um die Willensfreiheit des Menschen in den letzten Jahren einen neuen Höhepunkt. Generell wird vielfach behauptet, dass neuere Ergebnisse der Neuro- und Kognitionswissenschaften zu einer fundamentalen Revision des menschlichen Selbstverständnisses zwingen. Michael Pauen, Professor für Philosophie des Geistes an der Humboldt-Universität in Berlin, zeigt in seinem Vortrag, dass auch für die Zukunft eine solche Revision nicht zu erwarten ist. Einführung: Matthias Müller

 

 

 
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Sterbehilfe im säkularen Staat

Philosophische Matinee, 17.06.07

Dr. Siegfried Reusch im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Norbert Hoerster [Länge: 67'03, 30,6 MB, 64 kbps]
 

 

Der Rechtsphilosoph Norbert Hoerster setzt sich in seinen Veröffentlichungen mit gesellschaftlich wichtigen Rechtsproblemen auseinander, die sich im Spannungsfeld zwischen dem bedingungslosen Schutz jeglichen Lebens und der Frage nach der Selbstbestimmtheit des Menschen bewegen. In seinem Buch „Sterbehilfe im säkularen Staat” fragt er nach der Begründbarkeit für ein generelles Verbot der aktiven Sterbehilfe. Nach Ansicht des Autors ist die entsprechende Diskussion in Deutschland meist religiös bestimmt. Der Wunsch nach der Möglichkeit einer aktiven Sterbehilfe wird darüber hinaus in vielen Fällen mit einer Neuauflage der Euthanasie zur Zeit der NSDiktatur gleichgesetzt. Hoerster vertritt jedoch die These, dass eine enge gesetzliche Regelung in Demokratien der Gefahr eines möglichen Missbrauchs der Legalisierung der Sterbehilfe entgegenwirken kann.

Norbert Hoerster - der Referent:
Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie; nach der Promotion zum Dr. jur. (1964) und Dr. phil. (1967) 1972 Habilitation im Fach Philosophie durch die Ludwig- Maximilians-Universität München; ab 1974 Lehrstuhl für Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität Mainz; als Reaktion auf die Proteste gegen seine Thesen zur Bioethik 1998 Verzicht auf den Lehrstuhl; umfangreiche Lehr- und Vortragstätigkeit; zahlreiche Veröffentlichungen, z. B.„Sterbehilfe im säkularen Staat”(1998), „Ethik des Embryonenschutzes” (2002) oder „Was ist Recht?” (2006)

Siegfried Reusch - der Moderator:
Studium der Chemie und Philosophie in Ulm und Stuttgart; seit 1995 Verleger, Mitherausgeber und Chefredakteur des Journals für Philosophie „der blaue reiter" (omega verlag Siegfried Reusch e. K., Stuttgart); veröffentlichte Monographien:„Das Rätsel Zeit” (2004)

Weitere Informationen: http://www.derblauereiter.de

 

 
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Tödliche Konflikte
Moralisches Handeln zwischen Leben und Tod

Philosophische Matinee, 17.06.07

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Zoglauer [Länge: 43'25, 19,8 MB, 64 kbps]
 

 

Ist es moralisch geboten, ein Passagierflugzeug abzuschießen, das in ein Hochhaus zu stürzen droht? Darf man einen gesunden Menschen töten, um mit seinen Organen mehrere todkranke Menschen zu retten? Ist Folter erlaubt? Darf man unheilbar Kranke verhungern lassen? Der Mensch ist beständig mit Konflikten konfrontiert. Er ist permanent dazu verurteilt, zwischen Alternativen zu wählen, deren Folgen nicht selten unüberschaubar und unkalkulierbar sind. Dennoch ist ihm die Verantwortung für sein Handeln auferlegt.

Prof. Dr. Thomas Zoglauer, Professor für Philosophie an der Universität Cottbus, gelingt es in eindrücklicher Weise, die ethischen Grundfragen und Probleme unserer Zeit anhand anschaulicher praktischer Beispiele darzustellen.

Thomas Zoglauer - der Referent:
Studium der Mathematik, Physik und Philosophie; 1990 Promotion an der Universität Stuttgart; 1997 Habilitation an der BTU Cottbus mit dem Titel„Normenkonflikte: Zur Logik und Rationalität ethischen Argumentierens” (veröffentlicht 1998); 2006 Ernennung zum außer planmäßigen Professor an der Universität Cottbus; weitere Veröffentlichungen:„Konstruiertes Leben. Ethische Probleme der Humangentechnik” (2002),„Einführung in die formale Logik für Philosophen” (2002); im Juni 2007 wird im omega verlag Siegfried Reusch e.K. in Stuttgart der Band „Tödliche Konflikte” erscheinen.

Weitere Informationen: http://www.derblauereiter.de

 

 
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Was bedeutet ,Politik als Beruf' heute?
Gedanken im Anschluss an Max Weber
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Schluchter

21.06.07

Einführung Wolfgang Hellmich [Länge: 13'17, 6,15MB, 64 kbps]
 
Vortrag Wolfgang Schluchter [Länge: 52'45, 24 MB, 64 kbps]
 

1919 hat Max Weber seine Rede „Politik als Beruf“ gehalten, ein Schlüsseltext in der Geschichte des politischen Denkens. Weber verabschiedet den Idealismus: Politik sei unlöslich in Macht verstrickt. Doch so klar die Botschaft, der Text ist voller Spannung. Was kann uns dieser Text heute noch lehren?
Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Schluchter, Professor für Soziologie in Heidelberg, seit Jahrzehnten einer der international führenden Weber-Forscher, will darauf eine Antwort geben.

 

 

 

Wo lernt man leben? - Über Lebensführungskompetenz
Vortrag von Prof. Dr. Günther Bien

5. Stuttgarter Kulturnacht, 21.10.2006

Einführung Ingrid Bussmann [Länge: 1'47, 840 kb, 64 kbps]
 
Vortrag Günther Bien [Länge: 52'35, 23,95 MB, 64 kbps]
 

Nach Goethe hilft Erziehung, die Jugend "zu den Bedingungen bilden, unter denen man in der Welt überhaupt existieren kann". Offensichtlich ist ein besonderes Können und Wissen von Nöten, um das Leben führen und meistern zu können. Der Philosoph Prof. Dr. Günther Bien geht der Frage nach, inwieweit die Philosophie das Leben lehren kann.

Günther Bien - der Referent:
Über die Publikationen des emeritierten Philosophieprofessors aus Stuttgart und Berlin, Günther Bien, sagte einmal ein Rezensent, dass sie sich "durch die Nähe zu den konkreten Fragen der Lebenspraxis auszeichnen". Günther Bien versteht es meisterhaft, uns philosophische Gedanken so alltagspraktisch zu vermitteln, dass sie umsetzbar, erlebbar werden. Man folgt ihm nur zu gerne in die Philosophiegeschichte, wenn er die großen Philosophen lebendig werden lässt, die das Erlangen von Lebensklugheit und Weisheit als das wichtigste Ziel ihres philosophischen Denkens und Arbeitens sahen.

 

 

 
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Worüber kluge Menschen lachen
Eine kleine Philosophie des Humors
Vortrag von Prof. Dr. Manfred Geier

5. Stuttgarter Kulturnacht, 21.10.2006

Einführung Ingrid Bussmann [Länge: 2'33, 1,16 MB, 64 kbps]
 
Vortrag Manfred Geier [Länge: 52'56, 24,1 MB, 64 kbps]
 

Humor in der Philosophie? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein - kommt doch die Philosophie in den Augen vieler recht trocken daher. Und wäre der Humor wirklich ein adäquates Stilmittel, um philosophische Erkenntnisse zu vermitteln?

Prof. Dr. Manfred Geier, Linguist, Literaturwissenschaftler und Philosoph aus Hamburg, geht in seinem Vortrag auf die Suche nach den Spuren des Humors, des Komischen und des Lachens in der Geistesgeschichte. Er berichtet von Denkern wie Demokrit, Kant, Rabelais, Schopenhauer oder Freud und er fragt sich, welche Bedeutung diese Gelehrten dem Humor beigemessen haben.

Manfred Geier - der Referent:
Nach Werken wie "Der Wiener Kreis", "Karl Popper", "Martin Heidegger " und einer hochgelobten Biographie zu Immanuel Kant, "Kants Welt", beschert Manfred Geier dem Leser mit seiner Philosophie des Humors ein "hochgescheites Lesevergnügen" (Literaturhaus Darmstadt).
Alle Rezensenten erfreuen sich an seiner Gabe, Anspruchsvolles verständlich zu präsentieren und dabei auch noch bestens zu unterhalten!

 

 

 

 
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"Zimmerreisen"
Vortrag von Prof. Dr. Bernd Stiegler


Vortrag Bernd Stiegler [Länge: 84'37, 59 MB, 96 kbps]
 

Am Sonntag, 24. Oktober 2010, um 11 Uhr war der Konstanzer Literaturwissenschaftler Bernd Stiegler mit dem Thema „Zimmerreisen“ zu Gast in der Stadtbücherei Stuttgart im Wilhelmspalais.

Begrüßung: Veronika Geng, Stadtbücherei Stuttgart
Einführung: Matthias C. Müller (www.philosophischergarten.de)

Bernd Stiegler untersucht an diesem Vormittag eine besondere Art des Reisens, die nicht in die Ferne, sondern in die Nähe führt: die Zimmerreisen. So berichtet er unter anderem von Xavier de Maistre, dem Erfinder der Zimmerreisen. Bei einem sechswöchigen Hausarrest im Jahr 1790 bereiste er sein Zimmer und verarbeitete seine Erfahrungen mit der Verfremdung des Alltäglichen literarisch und philosophisch.
Vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart finden sich zahlreiche Geschichten, Berichte und Kunstprojekte von Autoren wie Kierkegaard, Baudelaire, Robbe-Grillet, Handke und Cortázar zu diesem Thema: Die Alltagsumgebung wird erkundet - so als sei diese ein fernes Land. Bernd Stiegler zeigt in seinem Lichtbildervortrag wie man noch echte Entdeckungen macht - und das ohne sich fortzubewegen.

Bernd Stiegler, geboren 1964, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, München, Paris, Berlin und Freiburg. Nach der Habilitation im Jahr 2000 arbeitete er als Programmleiter Wissenschaft im Suhrkamp Verlag. Seit 2008 ist er Professor für Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt „20. Jahrhundert im medialen Kontext“ an der Universität Konstanz. Zuletzt ist von ihm erschienen „Montagen des
Realen. Photographie als Reflexionsmedium und Kulturtechnik“, im Februar 2010 erschien sein Buch „Reisender Stillstand – Eine kleine Geschichte der Reisen im und um das Zimmer herum“.

 

 

 

 
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Die Praxis des Vertrauens
Vortrag von Prof. Dr. Martin Hartmann


Vortrag Martin Hartmann [Länge: 65'53, 47 MB, 96 kbps]
 

Mi 14.03. | 19.30 Uhr
Max-Bense-Forum
Die Praxis des Vertrauens
Prof. Dr. Martin Hartmann
Philosophie heute
Vortrag und Diskussion


Vertrauen lässt sich nicht herstellen, sondern entsteht. Es ist kein Gefühl, sondern dafür gibt es Gründe. Jemand kann das Vertrauen verlieren, wenn er bestimmte Erwartungen nicht erfüllt. Vertrauen ist eine „riskante Vorleistung“ (Niklas Luhmann), die immer seltener aufgebracht zu werden scheint. Warum? Martin Hartmann, Professor für Philosophie an der Universität Luzern, hat über Die Praxis des Vertrauens eine grundlegende Studie veröffentlicht, deren Kern er in seinem Vortrag vorstellen wird.
In Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag, Berlin.

Einführung: Wolfgang Hellmich, Persönliches Referat des Oberbürgermeisters, Stadt Stuttgart.

 

 

Was ist eigentlich Natur?
Vortrag von Michael Hampe


Vortrag Michael Hampe [Länge: 60'01, 69 MB, 96 kbps]
 

Mo 16.04. | 19.30 Uhr
Max-Bense-Forum
Was ist eigentlich Natur?
Prof. Dr. Michael Hampe
Philosophischer Garten
Vortrag


Menschen sind gegenwärtig aus unterschiedlichen Gründen der Meinung, dass sie der Natur schaden. Naturphilosophisch ist jedoch zu fragen, was „die Natur“ eigentlich ist? Auf welchem Weg könnten wir ein anderes Verhältnis zu anderen natürlichen Wesen entwickeln, über Theorien? Über Erzählungen? Über neue Handlungsgewohnheiten? Prof. Dr. Michael Hampe lehrt seit 2003 als Professor für Philosophie an der ETH Zürich. Mit seinem Bestseller „Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück“ wurde er bekannt. Kürzlich erschien „Tunguska oder Das Ende der Natur“ (2011, beide Hanser Verlag, München).

In Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Garten von Matthias Müller

 

 

Das Gehirn als Erbe der Seele?
Vortrag von Thomas Fuchs


Vortrag Thomas Fuchs [Länge: 64'28, 69 MB, 96 kbps]
 

Einführung: Matthias C. Müller


Prof. Dr. Thomas Fuchs setzt sich kritisch mit einer popularisierten Neurobiologie auseinander, die das Gehirn zum neuen Subjekt erhebt: Es erscheint dann als Denker unseres Denkens, als Täter unseres Tuns, als Schöpfer der erlebten Welt. Die Motive für diese neurobiologische Umdeutung des Psychischen werden aufgezeigt und ihre Grenzen bestimmt. Fazit: Der Reichtum tradierten psychologischen Wissens und hermeneutischen Verstehens ist immer noch die beste Quelle für unser Selbstverständnis. Thomas Fuchs ist Professor für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Karl Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Zudem ist er Direktor des Interdisziplinären Forums für Biomedizin und Kulturwissenschaften (IFBK) an der Universität Heidelberg. Im Jahr 2008 erschien seine viel beachtete Monographie Das Gehirn – ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption (Kohlhammer Verlag, Stuttgart).

In Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Garten von Matthias C. Müller

Download Votragsmanuskript (pdf)

 

 

Was ist real am virtuellen Raum?
Vortrag von Stefan Günzel


Vortrag Stefan Günzel [Länge: 59'01, 52MB, 96 kbps]
 

Einführung: Matthias C. Müller


In der Reihe: Philosophie heute | Vortrag | Einführung: Matthias Müller | Der Vortrag widmet sich der Frage nach dem Wirklichkeitsbezug und den Strukturen künstlicher Welten. Eingegangen wird hierbei besonders auf die Räume der Computerspiele und anderer Simulationsbilder.

In Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Garten von Matthias C. Müller

 

 

Mehr Schein als Sein? - Zur Philosophie virtueller Realitäten
Vortrag von Stefan Münker


Vortrag Stefan Münker [Länge: 50'11, 51MB, 96 kbps]
 


Vortrag | In virtuellen Welten verschmelzen Menschen mit Maschinen. Wo physikalische Gesetze nicht gelten, öffnen sich ungeahnte Perspektiven alternativer Erfahrungsmöglichkeiten – und das längst nicht nur in Science Fiction oder Computerspielen. Die Techniken virtueller Realitäten sind heute schon fester Bestandteil wissenschaftlicher und technischer Forschung ebenso wie militärischer und medizinischer Praxis. Mit Geräten wie Google Glass beginnt der Sprung in den Alltag. Alltäglich aber sind virtuelle Realitäten noch lange nicht.
Vor dem Hintergrund einer Kulturgeschichte künstlicher Weltentwürfe, die in steinzeitlichen Höhlen begann, skizziert der Vortrag philosophische Implikationen der medialen Überschreitungen der Wirklichkeit als der derzeit letzten Etappe einer langen Geschichte des Scheins.



 

 

Foto: Andreas Ebinger

Die Freiheit gehört nicht nur den Reichen
Vortrag von Lisa Herzog


Vortrag Lisa Herzog [Länge: 90'01, 51MB, 96 kbps]
 


Einführung: Matthias C. Müller
Vortrag | In der Reihe: Philosophie heute | Wie muß Freiheit im 21. Jahrhundert gedacht werden, damit sie nicht im Widerspruch zu Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und einem gelingenden Leben steht? Und was können die Ideen der Gründerväter des Liberalismus wie zum Beispiel John Locke oder Adam Smith heute noch bedeuten? Die Philosophin und Ökonomin Lisa Herzog (Frankfurt am Main) erläutert ihre These Freiheit gehört nicht nur den Reichen, indem sie ein ‘Update‘ liberaler Ideen vorschlägt, das Fragen nach der Psychologie, der Gerechtigkeit und der sozialen Komplexität stellt und das Verhältnis von Freiheit und ökologischer Nachhaltigkeit betrachtet.


In Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Garten von Matthias C. Müller

 

 


>>> weitere Vorträge der Reihe Philosophie heute als Volltexte 31.03.2012 Kontakt