Ingrid Bussmann:
Die Bibliothek als Atelier des innovativen Lernens


1. Wissen schafft Zukunft
"Bildung spielt in der Wissensgesellschaft von morgen eine zentrale Rolle. Die Zukunft des Einzelnen sowie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung hängen entscheidend davon ab, ob es uns gelingt, heute das Wissen zu erschließen und zu vermitteln, das morgen gebraucht wird. Hierfür benötigen wir eine Neugestaltung des Lehrens und Lernens."

Die zukünftige Wissensgesellschaft ist nicht nur Schlagwort, sondern eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft. Auf diese Herausforderung zu reagieren ist Chance und Anforderung an Bibliotheken. Bibliotheken können Zukunft gestalten. Sie können zur Entwicklung einer innovativen Lernkultur beitragen, um eine nachhaltige und verantwortungsbewußte Partizipation am gesellschaftlichen Wandel zu unterstützen. In der Dynamik und Fülle des zunehmenden weltweiten Wissens muss der Einzelne neue Qualifikationen zur Auswahl, Bewertung und Umsetzung von Information in Erkenntnisprozesse und verantwortungsbewußtes Handeln entwickeln.

Bildung - so das Forum Bildung - wird zum lebenslangen Prozeß, der nicht nur in den klassischen Bildungsinstitutionen stattfindet. Neue Lernorte sind ebenso gefordert wie neue Lernwege und neue Qualifikationen:
- "Zunehmender Bedarf an Methoden-, Orientierungs-, Bewertungs-, und -Gestaltungskompetenzen, um Wissen zu erschließen und anzuwenden
- personale und soziale Kompetenzen: höhere Anforderungen an Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit, aber auch an Kreativität und Innovationsfähigkeit, Fähigkeit zur Orientierung im Wandel
- Verzahnung von Leben und Arbeiten, zunehmende Bedeutung des informellen Lernens sowie des lebenslangen Lernens."

Der Trendforscher Mathias Horx beschreibt "Die acht Sphären der Zukunft" - die Soziosphere, die BodySphere, MindSphere, KnowledgeSphere, TechnoSphere, CosumerSphere, EconoSphere, PolitoSphere , deren Zusammenspiel die Zukunft bestimmt. In der "Knowledgesphere" entstehen grundlegende Veränderungen. Lernen ist nicht mehr ein linearer Prozeß, in dem "der Wissende dem Nicht-Wissenden etwas vermittelt", sondern ein vernetzter Prozeß, in dem "nicht nur neue, soziale Skills, sondern auch ein Selbst- und Menschenbild, das von Kooperation und gemeinsamen Lernprozessen geprägt ist" eine zentrale Rolle spielen.

Wissen ist die Fähigkeit, Informationen in Sinnbezüge zu stellen, die Handeln prägen, sei es im beruflichen, im sozialen, im familiären, im gesellschaftlichen und politischen Kontext. Wissen ist der persönliche Orientierungsrahmen, nicht die Fakten, die man kennt, sondern die Leitlinien, Werte, Ziele, die Handeln prägen.
Wissen ist die Voraussetzung für verantwortungsbewußtes Handeln und damit für die friedliche Bewältigung des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Wandels.
An diesem ganzheitlichen Zusammenspiel knüpft die Bibliothek als neuer Lernort an.

2. Selbstgesteuertes Lernen schafft Zukunft

Lebenslanges Lernen ist sicher keine neue Forderung - aber sie stellt sich neu, angesichts des technologischen Wandels und der Anforderungen an neue Lernwege. Neben das organisierte Lernen in Kursen, tritt das selbstorganisierte Lernen im Sinne einer Selbststeuerung - ich habe ein konkretes Problem und versuche, schnell die Lösung zu finden, indem ich Experten im Hause frage, zu Büchern oder Medien greife oder einfach im Sinne des Erprobens Neues ausprobiere. Neben das bewußt geplante Lernen tritt das Lernen aus der konkreten täglichen Erfahrung. Notwendig werden Strukturen, dieses Erfahrungslernen bewußt zu machen und Handlungskonsequenzen daraus zu ziehen. Das formelle Lernen in organisierten Lernstrukturen verknüpft sich mit dem informellen, offenen Lernen in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen.
Lernen erfordert die Begegnung mit anderen Menschen, den Austausch der Erfahrung, die Begegnung mit Experten, Künstlern, um neues zu entwickeln. Das kognitiv gesteuerte Lernen, das gezielt Antworten auf Fragen sucht, verbindet sich mit dem innovativen Lernen, das neue Sinnbezüge entwickelt und so kreative Ideen ermöglicht.
"Zukunftschance Lernen" so nannte der Club of Rome seinen "Bericht für die achtziger Jahre". In der Studie heißt es:
"Lernen erfordert ein umfangreiches Reservoir an Bezügen. Innovatives Lernen muß deshalb die Fähigkeit des Individuums, neue Sinnbezüge zu finden, aufzunehmen und zu schaffen, fördern - kurz es muß den Bestand an Sinnbezügen bereichern."

Dieses Netz verschiedener Lernwege wird das Lernen der Zukunft bestimmen. Und die Selbststeuerung besteht darin, die Steuerung der Lernprozesse selbst in die Hand zu nehmen, sich seine Lernwege selbst zu suchen. In diesen Kontext der Selbststeuerung positioniert sich der Lernort Bibliothek.

3. Lernsetting Bibliothek
Bereitstellen

Was eine Bibliothek traditionell zum Lernort prädestiniert ist ihr Mediensortiment - denn der lernende, suchende Mensch findet zunächst mal seine Antworten in den Büchern und Medien der Bibliothek. Die Aufgabe der Bibliothek ist es, Wissen transparent zu machen, Zugänge zu schaffen, die Bereitstellung und Erschließung des Medienangebots, Zugang zum Internet, zu CD-ROM-Datenbanken, PC-Arbeitsplätze für diejenigen, die zu Hause noch nicht die notwendige Ausstattung haben, die Erprobung neuer Technologien, was immer sich noch entwickelt.

Die Bibliothek stellt die Angebote bereit, die für die Zukunftsqualifikation der Menschen erforderlich sind. Soweit ist die Rolle der Bibliothek in den Lernprozessen der Menschen die eines Anbieters, der auf Nachfrage reagiert.
Dass dies den Erwartungen der Besucher entgegenkommt, belegen die Ergebnisse einer Besucherumfrage in der Stadtbücherei Stuttgart Anfang 2000 im Rahmen des Projektes "EFIL - Entwicklung und Förderung innovativer Lernarrangements" des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE).
Für eine optimale Lernumgebung brauchen die Besucher Ruhe und viele Medien.
Und auf die Frage, in welcher Umgebung man am liebsten lernt, vorausgesetzt, die Ausstattung sei optimal, liegt die Bibliothek als Lernort an zweiter Stelle. Am liebsten natürlich lernt man zu Hause.

Neue Sinnbezüge schaffen

Doch die Bereitstellung des Medienangebots allein reicht für die Unterstützung zukunftsorientierter Lernprozesse nicht aus.
Die Bibliothek kann ein Ort sein, der nicht nur Wege zu Antworten auf Fragen aufzeigt, sondern selbst Fragen aufwirft, das Entdecken und Finden inszeniert - neue Sinnzusammenhänge präsentiert, Themen gestaltet.
Dazu gehören neue Arrangements des Medienangebots. In der Stadtbücherei Stuttgart heißen diese Arrangements Lernateliers. Sie präsentieren das Medienangebot in thematischen Zusammenhängen, die sich von den traditionellen systematischen Strukturen der Klassifikation lösen. Sie verbinden alle Medienarten vom Buch über die Zeitschrift, die CD-ROM, das Video bis hin zum PC-Arbeitsplatz und zur Interneterschließung.

Die Ateliers basieren auf genau definierten Bestandsprofilen, in denen zukünftige Entwicklungen ebenso berücksichtigt sind, wie die Zielgruppen und die Ist-Analyse der bestehenden Angebote anderer Einrichtungen in der Stadt.
Die Nachhaltigkeit der Angebote - auch eine zentrale Forderung des Forums Bildung an die zukünftigen Qualifikationen - spielt eine neue und besondere Rolle. Die Schnelllebigkeit des Medienmarktes erfordert ein Umdenken bei den Sortimentsprofilen. Mindestens in einer großstädtischen Zentralbücherei sind relevante Medien längerfristig anzubieten, unabhängig von der reinen Markt- und Nutzungsorientierung.

Agieren - Themen gestalten

Doch der Gestaltungsspielraum der Bibliothek als Ort des innovativen Lernens geht über die Medienbereitstellung in thematischen Sinnzusammenhängen hinaus. Die Bibliothek agiert, in dem sie Themen gestaltet.
Vor vielen Jahren präsentierte die Stadtbücherei Stuttgart eine Ausstellung zum Thema Lyrik und stellte fest, dass sich die Menschen danach mit Lyrik beschäftigten.
Das Europäische Jahr der Sprachen in Stuttgart hätte kaum Beachtung gefunden, ohne ein von der Stadtbücherei initiiertes Sprachfestival über das gesamte Jahr, das den Blick auf die Bedeutung von Sprachkenntnissen und Interkultureller Kompetenz legt.
Medienpräsentationen, Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops rücken Themen ins Bewußtsein der Menschen und fördern so neue Lern- und Erkenntnisprozesse.

Auch für die digitale Welt gilt, dass die Bibliothek Inhalte gestaltet. Als content provider kann sie virtuelle Plattformen schaffen, die von den Lernateliers mit Inhalten gefüllt werden - interessante News, neue Trends im Medienmarkt, Newsletter, Kontent, der im Rahmen der Veranstaltungsarbeit entsteht, beispielsweise ein Web-Forum zum Europäischen Jahr der Sprachen.

So entsteht ein aktiver Beitrag, den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten.

Mit der Präsentation der Medien in thematischen Sinnzusammenhängen und der bewußten Gestaltung von Themen werden mehrere Ziele im Prozeß des selbstgesteuerten Lernens erreicht:
· Die Bibliothek bietet dem Lernenden durch die Inszenierung der Angebote Hilfestellung, seine Antworten einfacher zu finden.
· Die Bibliothek bietet dem Lernenden Angebote, seine Fragen zu entdecken und zu strukturieren.
· Das medienübergreifende Arrangement fördert den selbstverständlichen Umgang mit verschiedenen Medien und vermittelt im Tun Medienkompetenz.
· Der Lernende wird von Wissensangeboten umgeben und entdeckt neue Kontexte zu seinen Fragen.

Lernen und Beratung

Über 80% der Besucher in der Zentralbücherei und in den Stadtteilbüchereien in Stuttgart erwarten von den Mitarbeitern der Stadtbücherei fachlich- inhaltliche Beratungskompetenz. Es geht dabei nicht um die Frage, wo man welche Information mit welchen Suchwegen findet, sondern es geht um inhaltliche Kompetenz.
Welchen Sprachkurs wähle ich, wenn ich Portugiesisch als Anfänger lernen möchte? Wie steige ich ein, wenn ich mich mit Lyrik beschäftigen will? Wie baue ich ein Bewerbungsschreiben richtig auf? Beispiele aus dem Alltag, die zeigen, das neue Erwartungen an die Mitarbeiter gestellt werden.
Die Zahl der Haushalte, die Internetanschlüsse haben und damit die Möglichkeit zu Hause zu recherchieren, nimmt zu. Aber je mehr Informationen zugänglich werden, desto mehr steigt der Bedarf an fachlich-inhaltlicher Unterstützung.
Im Prozeß des selbstgesteuerten Lernens spielt die Begegnung mit Menschen, die Bescheid wissen, eine zentrale Rolle. Dies wird auch von den Bildungseinrichtungen der Erwachsenenbildung beobachtet.
Im Rahmen des Projektes EFIL hat die Stadtbücherei Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule ein sehr erfolgreiches Pilotprojekt zur Lernberatung Englisch durchgeführt. Wissenseinstufung, Kursberatung, Beratung über Selbstlernmedien und computerunterstütztes Lernen erfolgte durch Experten der Volkshochschule und der Stadtbücherei.
Im Rahmen des "Markts der Sprachen" zum Europäischen Jahr der Sprachen wurde dieses Angebot für weitere Sprachen auch in Zusammenarbeit mit privaten Sprachschulen mit Erfolg wiederholt.

Die Beratungskompetenz der Bibliothek ist eine einmalige Qualität für die Zukunft, die durch virtuelle und digitale Entwicklungen nicht ersetzbar ist.
Allerdings kann die Bibliothek mit ihren Personalressourcen den Beratungsbedarf nicht allein erfüllen. Die Kooperation mit anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen und der Aufbau von Expertennetzwerke, auch mit zukünftigen Lernberatern, sind erforderlich.

Lehren

Nicht nur die individuelle Lernberatung gehört zu den besonderen Zukunftsqualitäten der Bibliothek. Bibliotheken sind Experten in der Aufbereitung, Erschließung und Bewertung von Information in unterschiedlichen Medien. Diese spezielle Kompetenz befähigt die Bibliothek , auch die Rolle der Lehrenden, Unterstützenden zu übernehmen. In der Förderung von Medienkompetenz ist die Bibliothek aktiver Partner in der Wissensvermittlung.
Medienrallyes für Kinder, Workshops zur Nutzung des Internets, Einführungen in das gezielte Auffinden von Informationen gehören zu den gefragten Angeboten.

"Open Mind"

Die kognitive Wissensverarbeitung ist nur eine Facette des Wissenszeitalters.
Ideen, Individualität und Kreativität, ein Bewußtsein des Open Mind, emotionale und spirituelle Intelligenz zählt Mathias Horx zu den Schlüsselbegriffen des Wissenszeitalters.
"Das Unbewußte ist es, das die höchsten Formen von Komplexität verarbeiten kann - und nicht das kognitive Bewußtsein."

Die Besucherumfrage in der Stadtbücherei Stuttgart hat bestätigt, dass die Besucher die Bibliothek als Anregungsraum wahrnehmen. Aber worin liegt die Anregung?
Die Anregung liegt in dem Zusammenspiel zwischen Ordnung und Verblüffung,
Medienpräsentationen, die unerwartete Themen aufgreifen, Ausstellungen, die Blickweisen in Frage stellen. Warum steht ein Wohnwagen vor der Stadtbücherei, hängt wochenlang ein Lenin-Porträt im Foyer im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel "Kurskorrektur - Qualitätssicherung" - beides Teile eines ungewöhnlichen künstlerischen Prozesses, der Fragen aufwirft, Verblüffung hervorruft, oft auch nur in der unterbewußten Wahrnehmung. Denn die Besucherbefragungen haben auch gezeigt, dass die gerade laufende Ausstellung vom Besucher, den das Thema nicht direkt anspricht, gar nicht wahrgenommen wird. Aber die Besucher wünschen sich Ausstellungen, weil sie das Anregungspotential spüren und wahrnehmen, dass dies dem Ort Bibliothek eine besondere emotionale Qualität verleiht, aus der eine Atmosphäre der Inspiration entsteht , ein bewußt nicht unbedingt beschreibbarer, aber emotional wohl wirksamer Prozeß.

Das Lernen der Zukunft sieht Mathias Horx als "die Frage nach einem neuen Menschenbild, im dem Lernen kein "Erwerbsakt" mehr ist, sondern mit geistigem und sozialem Wachstum zu tun hat" - zu diesem geistigen und sozialen Wachstum kann die Bibliothek einen wesentlichen Betrag leisten, denn sie löst das Lernen aus dem Kontext rein kognitiver Wissensaneignung und integriert es in einen Kontext künstlerischer Impulse - durch die Begegnung mit Künstlern, künstlerische Schaffensprozesse im und mit dem Haus, durch Begegnungen mit Experten, Wissenschaftlern, Literaten. - im realen Ort Bibliothek ebenso wie in der virtuellen Welt, wie die literarischen Experimente des "Futuristischen Lesesalons" der Stadtbücherei Stuttgart.
Die emotionale Qualität solcher Begegnungen fügt sich in den ganzheitlichen Lernprozeß, der die Gesamtpersönlichkeit des Einzelnen umfaßt.


Die lernende Organisation

Um die Bibliothek zu einem inspirierenden Lernort für die Besucher zu entwickeln, muss die Organisation selbst offen und lernbereit sein. Sie muss Wandel wahrnehmen, annehmen und gestalten. Das setzt Achtsamkeit und Sensibilität für Veränderungsprozesse voraus und fordert eine Organisationsstruktur, die offen ist für Experimente und die Erprobung neuen Handelns.
Dazu gehört eine Gesprächskultur, die gemeinsames Nachdenken ermöglicht, und die entsprechenden Plattformen wie Brainstrusts, Moderationstage, Workshops.
Daneben ist eine formale Informations- und Kommunikationsstruktur erforderlich, die Partizipation an den Alltagsentwicklungen ermöglicht und permanente Optimierungsprozesse sichert. Neben den üblichen Besprechungen gewinnt das Intranet hier eine immer größere Bedeutung.

Eine zentrale Säule der lernenden Organisation ist die permanente Qualifizierung der Mitarbeiter. Neben der Medien- und Technologiekompetenz, die das Fortbildungs- und Schulungsangebot der letzten Jahre geprägt hat, wird immer deutlicher, dass die inhaltliche Kompetenz für einen optimierten Beratungs- und Auskunftsdienst mehr und mehr gefördert werden muss.
Bei einer Zukunftswerkstatt im Rahmen des EFIL-Projektes der Stadtbücherei Stuttgart formulierte eine Mitarbeiterin auf die Frage, welche Kompetenzen die Mitarbeiter in Zukunft erfüllen müssen, sie sehe sich in Zukunft vor allem als Reiseleiterin in der Wissenslandschaft, als Moderatorin, die Wege aufzeigt und zu Zielen hinführt. Gute Reiseleiter verfügen über großes Fachwissen über das Land, in dem sie reisen. So sind auch Bibliothekare - mindestens in großen Zentralbibliotheken - gefordert, immer mehr zu fachlichen Spezialisten und Experten für ihre Fachgebiete zu werden. Allerdings sind auch die Grenzen für die Lernberatung deutlich zu ziehen, denn es macht wenig Sinn, wenn Bibliothekare zu Schmalspurpädagogen werden, um inhaltliche Lernberatung zu machen. Die Reiseleiter durch die Wissenslandschaft müssen auch zu den Experten führen, die über die notwendigen inhaltlichen Kompetenzen verfügen. Das heißt auch neue Wege der Zusammenarbeit mit dem Experten der Erwachsenenbildung. Und das heißt - Entgrenzung der Institutionen und die Gestaltung neuer Lern- und Bildungsnetze in der Stadt, in der Region oder darüber hinaus.
Diese sich abzeichnenden Zukunftsperspektiven haben Rückwirkungen auf die Ausbildung, heißt dies doch, dass für die Zukunft der Bibliothek als Lernort Experten gefordert sind, die inhaltliche Kompetenz, Beratungskompetenz, Managementkompetenz und Zukunftsoffenheit sowie Kreativität miteinander verbinden.

veröffentlicht in: Bibliothek in der Wissensgesellschaft. Festschrift für Peter Vodosek. München 2001

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